geplant, verplant! - 29-Feb-2008

Nachdem unser Marsch ja verschoben wurde, stand er erneut heute auf dem Dienstplan.
So hatten wir uns alle schon Anfang der Woche darauf eingestellt. Geplant war das jeder von unserer Einheit die 30km absolviert. Gestern jedoch verkündete unser Chef sinngemäß: "Wir sind hier bei der Artillerie und keine Kampfeinheit. Somit ist es ausreichend wenn jeder die 25km läuft."
So geschehen wechselte eigentlich fast alle ihre Laufstrecke auf die geringere Distanz. Mein Ego lies dies jedoch nicht zu und so war ich einer der beiden letzten der KZO Batterie die längste Distanz laufen wollten.
Da wir ja nur in sehr kleiner Mannzahl in Idar-Oberstein vertreten sind, organisierte man für uns keinen eigenen Marsch sondern wir sollten mit dem Stabsquartier mit marschieren. Morgens vermissten wir bereits die eigentlich übliche Einweisung. Auf Nachfragen erhielten wir dann grob die Strecke um uns im Zweifelsfall nicht zu verlaufen. So weit so gut.
Gut bis wir nun alle am Start registriert waren, vergingen noch einige Minuten, in denen der Stab bereits los marschierte. Nun machten wir Tempo und mussten direkt zu beginn feststellen, dass die Marschstrecke der Artillerieschule bei weitem schwieriger ist als die unseres Regiments in Kusel. So überwunden wir die ersten Höhenmetern und hielten konstant das Tempo hoch um eine gute Zeit erreichen zu können. "Wir" war in diesem Fall lediglich in Kamerad und ich unserer Einheit die noch die 30km angepeilt hatten.
Kurz vor der ersten VS (Verpflegungsstation) kamen uns einige Soldaten entgegen gelaufen. Kümmerte uns nicht da wir ja die längste Distanz laufen wollten. Nach weiteren 2,5km trafen wir auf die Wendemarke für die 25km Distanz und mussten feststellen, dass eigentlich jeder dort wendete! Egal...
Wir ebenfalls kurz halt gemachte um etwas Obst zu uns zu nehmen und nach der weiteren Strecke für die 30km Distanz gefragt. Die Antwort lautete: "Immer geradeaus bis ein Schild Wendemarke auftaucht, dort den entsprechenden Zettel mitnehmen und zurück."
Hörte sch für uns recht eindeutig an und weiter ging es!
Nun folgte der Teil der weniger erfreulich war. Nach der 25km Wendemarke sahen wir niemanden mehr! Ja, von den ca. 70 gestarteten Soldaten war niemand mehr zu sehen! Egal es ging für uns weiter. Nach einiger Zeit Trafen wir auf ein Schild mit der Aufschrift "Wendemarke 25km". Was hatte das zu bedeuten? Es entsprach der Beschreibung der 30km Marke war jedoch mit 25km beschriftet. Gut wir wollten 30km laufen also weiter! Nun kam nichts mehr! Auf einmal kam uns ein Kamerad entgegen (übrigens der einzige des Stabsquartiers der ebenfalls die 30km Distanz lief) der vor genau dem gleichen Problem stand! Wir waren noch am Diskutieren ob wir nun umdrehen sollten oder nicht, als ein Kontrollfahrzeug erschien und uns verkündete das wir bereits zu weit waren! Ja die "Wendemarke 25km" war wirklich die 30km Wendemarke gewesen. Nun ja die Zeit war nun mehr oder weniger versaut und so machen wir uns mit etwas Wut im Bauch auf den Rückweg.
Durch die unfreiwillig längere Distanz von schätzungsweise 4 zusätzlichen Kilometern waren wir natürlich die letzten auf der Strecke da wir ja nicht nur 5 sondern ca. 9 km mehr als der Rest gelaufen waren.
Die Wut steigerte sich noch als wir feststellen mussten, das man es nicht für nötig gehalten hatte für die drei 30km Leute die Verpflegungsstationen aufgebaut zu lassen.
Am Ende kamen wir mit einer Zeit von 4 Stunden und 24 Minuten ins Ziel gejoggt, nur knapp 15 Minuten Später wie die letzten der 25km Distanz. Das angepeilte Ziel von unter 4 Stunden hatten wir damit zwar verfehlt jedoch die Tatsache einer der wenigen zu sein die die komplette Distanz absolvierten machte uns doch etwas Stolz.
Mal sehen wie es beim nächsten Marsch laufen wird...
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