Jugendherberge - 17-Oct-2007

"Es ist hier wie in der Jugendherberge (in den Bergen) nur etwas schneller!", so schilderte ein Kamerad auf Stube heute unsere Situation. Im Detail bestand unser "Urlaubsprogramm" heute aus dem ersten scharfen Schiessen. Aber die Bundeswehr hat natürlich Jahrzehnte Erfahrung, wie man auch an solchen Tagen die Motivation in den Keller bringt bzw. ausnutzt: Wir marschierten unter vollem Gepäck zur Schiessbahn! Lediglich das Gewehr blieb uns erspart, da unsere Ausbildungswaffen so zielgenau sind, dass das Erwerfen des Feindes erfolgsversprechender ist, als das Abgeben eines gezielten Schusses. Mein Schussergebniss war etwas durchwachsen. Beim Schiessen mit dem Gewehr brachte ich alle Schuss in den geforderten Radius. Das Schiessen mit der P8, also der normalen Pistole, versaute ich komplett! Beim dritten Durchlauf hatte die Aufsicht dann mein Problem erkannt: Mein Zielvorgang war vorzüglich. Nur durch den doch höheren Rückstoss im Vergleich zum Simulator verzog ich in dieser Phase die Waffe. Fehler erkannt, Fehler abgestellt und Prüfung bestanden. Nebenbei hatten wir parallel noch unsere Erstausbildung an dem MG3 (Maschinengewehr) und hier merkte man, das dieses Modell noch aus dem 2. Weltkrieg stammt und auch die Ausbildungswaffen bei der BW schon ihre 30 - 40 Jahre auf dem Buckel haben. Also weg von der Filigranheit und Zärtlichkeit der modernen Waffen zur Grobmotorik des MGs. Das wichtigste zusammengefasst: verdammt schwer das Ding. Der Spaß mit dem Schiessen war dann irgendwann vorbei, zwischenzeitlich hatten wir natürlich gefechtsmäßig unser Essen zu uns genommen, und um den letzten Rest Kraft aus den Rekruten heraus zu kitzeln, ging es den Weg zurück in die Kaserne im Laufschritt (der Rucksack blieb uns dabei erspart). Zeitansatz: 30 Min. Mit 32 min. hatten wir das Ziel nur knapp verpasst, als alle keuchend in die Kaserne einliefen. Im Gleichschritt natürlich. Jetzt haben wir die Zeit, das Fußballspiel Deutschland - Tschechien uns im Mannheim anzusehen und das Novum, heute Alkohol trinken zu dürfen genehmigt bekommen! Nach dem ersten Bier und etwas Aufenhalt im Mannheim, habe ich mich jedoch entschlossen, meinen mittlerweile recht angeschlagenen Fußgelenken (die Entzündung wird leider unter dieser Belastung nicht besser) Ruhe zu gönnen und liege nun bereits, während ich diesen Text hier tippe, im meinem frisch bezogenen Bett! Gute Nacht bis morgen früh 4:15 Uhr...
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